Seminarbeschreibung

Lerninhalte der Module

Modul Thema Dozenten/Referenten
1 Bewegungswissenschaft, Theorie + deren Anwendung Prof. Dr. Wolfgang Schöllhorn
Efthimios Karamitsos
2* Bewegung als Prävention, Karate - ein Weg zur Gesundheit Prof. Dr. Winfried Banzer
3 Kommunikation/Psychologie, Sportpädogogik, Grundlagen I
4 Bewegung Philosophie: ki-Karate Koordinative Präzision und gerichtete Aufmerksamkeit Dr. phil. Petra Schmidt, Anette Christl
5 Trainingswissenschaftl. Erkenntnisse zum Kinder- + Jugendtraining Dr. Jürgen Fritzsche
6 Einführung ins Mentaltraining Dipl.-Ing. Rainer Hatz
     
8* Ausdauer/Ernährung im Karate aus Sicht der Sportmedizin Prof. Dr. Winfried Banzer
9 Moderne Aspekte des Karatetrainings - prakt. Anwendung der differenziellen Theorie Prof. Dr. Wolfgang Schöllhorn
10 Kommunikation/Psychologie, Sportpädogogik, Ausbauseminar zu GL I
11 Umgang mit Ernstkampsituationen Jürgen Kestner, Dr. Axel Binhack
12 Marketing für Karatevereine Prof. Dr. René Peisert, Peter Trapski
13 Geschichte des Budo - Möglichkeiten und Grenzen historischer Erkenntnis Dr. Matthias v. Saldern
14 Die Vielfalt der "leeren Hand" im Spiegel des Elements "Leere"
(auch KL 1 Fortbildungsforum)
Dr. Axel Binhack, Shihan Carlos Molina,
Martin Nienhaus, Dr. Petra Schmidt
15 Sturzprophylaxe durch ostasiatische Kampfkunst-Bewegung einmal anders Dr. Peter Emmermacher
16 Trainer - Sensei - Pädagoge Erwin Germscheid
17 Die Energie der Elemente im Karate Martin Nienhaus
18 Sportmedizin für Karateka leichtgemacht Teil I
Dr. Anna Fritzsche und Dr. Jürgen Fritzsche
19 Sportmedizin für Karateka leichtgemacht Teil II Dr. Anna Fritzsche und Dr. Jürgen Fritzsche
20 Tapen für Karateka leicht gemacht Dr. Anna Fritzsche und Dr. Jürgen Fritzsche
GT Ausbildung zum Gesundheitstrainer Prof. Dr. Winfried Banzer
* Module 2 + 8 werden (siehe oben) als einzelne Module, aber auch als ganzheitlichen Gesundheitstrainerausbildung angeboten.      

Stand: 30.07.2015



Grundkonzept Karatelehrerausbildung I

2015 10 02 09 39 11



Grundkonzept Karatelehrerausbildung II


Modul 1 und Modul 9

  • Bewegungswissenschaft I

In den beiden Modulen werden Annahmen und Grundlagen von traditionelle Modellen zur Bewegung und zum Bewegungslernen betrachtet und ihre praktischen Konsequenzen diskutiert. Hierzu gehören neben bewegungswissenschaftlichen und biomechanischen auch neurophysiologische und systemdynamische Aspekte. Welche Probleme sind u.a. mit methodischen Übungsreihen und programmbasierten Lernansätzen verbunden und wie können sie umgangen werden. Welche Rolle spielen dabei selbstorganisierende Prozesse und welche Probleme bringt Variation im klassischen Sinne mit sich? Alternativ wird ein Ansatz in Theorie und Praxis vorgestellt, der auf der Basis neurophysiologischer und physikalischer Prinzipien viele Probleme der klassischen Lernansätze umgeht und sogar meist zu mehr Erfolg führt. Eng damit verbunden sind Gehirnzustände, die zu effektiverem Lernen und Bewegen führen. Sämtliche Theorie wird anhand von Praxisdemonstrationen erläutert.

Biomechanische / Neurophysiologische Grundlagen schneller Bewegung

  • Nutzen passiver und aktiver Kräfte und Momente zur effektive Angriffs- und Abwehrtechnik
  • Neuromuskuläre Bedingungen für effektive und ökonomische Bewegungen


Praktische Konsequenzen klassische Theorien zur motorischen Kontrolle und motorischem Lernen

  • historische Hintergründe klassischer Theorien
  • Ursachen und Folgen methodischer Übungsreihen
  • Ursachen und Folgen von Programmtheorien
  • Variation in klassischem Sinne und seine Probleme
  • praktische Konsequenzen

Jüngere Theorien zur motorischen Kontrolle und zum motorischen Lernen

  • Systemdynamische Betrachtung motorischer Kontrolle
  • Systemdynamische und motorische Entwicklung
  • Systemdynamik beim motorischen Lernen
  • praktische Konsequenzen


Referenten: Prof. Dr. Wolfgang Schöllhorn, Efthimios Karamitsos


 

Modul 4

Bewegung & Philosophie: Ki-Karate koordinative Präzision und gerichtete Aufmerksamkeit

Softness triumphs over hardness, feebleness over strength.
What is more malleable is always superior over that which is inmoveable.
Lao-Tzu

Die Idee von Ki-Karate ist, eine Schulungs-Methode zu entwickeln, mit der auch im fortgeschrittenen Alter und unabhängig vom Geschlecht die Karatetechniken verbessert werden können. Verbesserung der Techniken heißt Steigerung der Effektivität - ganz egal wie alt oder jung, groß oder klein eine Person ist. Die Ausgangsposition ist Folgende: Diejenigen, die Aikidô oder Kendô machen, werden auch im fortgeschrittenen Alter immer besser. Ihre Fähigkeiten, effektive Techniken ausführen und anwenden zu können, nehmen zu. Doch gibt es kaum achtzigjährige Karateka, geschweige denn, dass diese gutes oder gar besseres Karate machen würden als die zwanzigjährigen "Karate-Frischlinge". Gesucht werden bestimmte Übungen, die für die Verbesserung des Karate-Trainings eingesetzt werden können. Um ein neues System entwickeln zu können, ist Umdenken erforderlich: Weg von herkömmlichen "Hau-Drauf-Methoden", hin zu intelligenten und angemessenen Übungen, die darauf abzielen, unser Material: Körper und Geist - bestmöglich, sprich: möglichst effektiv zu nutzen.

Ki-Karate ist eine Schulungsmethode, in der Ki-Übungen für Karate-Übungen genutzt werden. Es ist kein neuer Stil, es ist keine letzte Wahrheit und es ist keine Zauberei. Viele verschiedene Einflüsse aus anderen Systemen zur Schulung und Entwicklung von Körper und Geist fließen in diese Methode ein. Sie beruht auf grundlegenden Prinzipien wie:

  • Erdanziehung- und Gegenanziehung nutzen
  • Loslassen statt festhalten
  • Visualisierung, um eine Einheit von Körper und Geist herzustellen
  • Wechselwirkungen von körperlichen und geistigen Haltungen
  • Einsatz der Atmung
  • präzise Koordination für biomechanisch sinnvolle Ausrichtung des Skeletts
  • Haltemuskulatur nutzen


Ki-Karate ist für jede Altersgruppe geeignet, fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Dr. Petra Schmidt hat als erste dies systematisch zusammengefasst. Weitere Informationen siehe: www.ki-karate.de


Programm

Samstag
09.00 – 09.30 Begrüßung, Einführung
09.30 – 11.15 Ki-Übungen (PS)
11.15 – 12.30 Ki-Karate (PS)
13.00 – 14.00 Mittagspause
14.00 – 14.30 Theorie von Ki-Karate (PS)
14.30 – 15.30 Einführung ins Ki-Kumite(AC)
15.30 – 17.00 Ki-Kumite (AC)
17.15 – 18.00 Einführung in den Begriff Ki (PS+AC)

Sonntag
09.00 – 10.00 Ki-Übungen (PS)
10.00 – 11.00 Ki-Karate (PS)
11.15 – 12.00 Zusammenfassender Test und Abschlussrunde (PS + AC)

Referentin: Dr. phil. Petra Schmidt Philosophin und Buchautorin:
Ki-Karate. Zur Philosophie von Ki, Karate und Kampfkunst. ISBN 978-3-932337-54-3
Ki-Karate. Vorbereitung, Ki-Übungen, Karate-Techniken. ISBN 978-3-932337-47-5
Anette Christl ehemalige Landestrainerin Kumite – Weltmeisterin -World Cup Siegerin



Modul 5

Trainingswissenschaftliche Erkenntnisse im Kinder- und Jugendtraining

Inhalte

  • Neueste Erkenntnisse zum Kindertraining. Wie lernen Kinder / Anfänger?
  • Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen
  • Altersgerechtes Athletiktraining (Koordination, Schnelligkeit,...)
  • Altersgerechtes Karatetraining
  • Was für Möglichkeiten haben wir, Hilfsmittel zu verwenden?
  • Was ist ein Talent?
  • Vorbild Trainer


Referent: Dr. Jürgen Fritzsche



Modul 6

Gewonnen wird im Kopf – verloren auch!
Einführung ins Mentaltraining

Kurzbeschreibung:
Im Leben wie auch im Job können wir viele Aufgaben, die uns unangenehm sind oder uns Schwierigkeiten bereiten, mit Leichtigkeit vermeiden, kompensieren, delegieren usw. Dies kann ein Sportler nicht! Wenn ein Karate-Kämpfer auf der Matte steht, ist er zu 100% auf sich gestellt. Er ist erbarmungslos konfrontiert mit seinen physischen wie mentalen Stärken und seinen Schwächen. Will er nun besser werden, seine Stärken ausbauen oder seine Schwächen klären, geben ihm die mentalen Techniken die Möglichkeit, dies auf sehr schnelle und sehr angenehme Art und Weise - mit viel Aha-Effekt – zu tun. Dabei bohrt Mentaltraining nicht in der Wunde, sondern ist extrem zielorientiert. Mentaltraining setzt an der Wurzel an, ist direkte Zukunftsarbeit, macht Lust auf mehr, ist intrinsisch motivierend und weckt die Energie, die es braucht, um Ziele zu erreichen. Sportlich wie beruflich - und dafür erhalten Sie an diesem Tag die Grundlage.

Zeitplan:
Einführung in das Mentaltraining
09.00 – 10.30 Der Autopilot im Gehirn; Grundlage des mentalen Trainings

Mentale Techniken
10.45 – 12.15. Gedanken-Management - Wie man die Energie für das Ziel aufbaut.
13.15 – 14.15 Wort sei Dank - Motivationsbremsen heraushören
14.30 – 15.30 Visualisierung - Die Macht der Inneren Bilder
15.45 – 18.00 Grundcharakterzüge im Sport nutzen - Die optimale innere Einstellung.

Referent: Dipl. Ing. Rainer Hatz

 


 

Modul 11

Umgang mit Ernstkampfsituationen

Jürgen Kestner und Dr. Axel Binhack werden sich auf verschiedenen praktischen und theoretischen Ebenen der Thematik nähern. Neben psychologischen und physiologischen Informationen zum Verhalten in komplexen Stresssituationen werden auch die Prävention, Möglichkeiten der anfänglichen Beeinflussung von Gefährdungssituationen sowie kämpferische Lösungsstrategien thematisiert und vor allem in praktischen Übungen umgesetzt.

Beide Referenten verfügen über mehrere Jahrzehnte Kampfkunstpraxis. Jürgen Kestner besitzt hohe Graduierungen in unterschiedlichen Stilen und blickt auf eine über zwanzigjährige Erfahrung in einer Spezialeinheit der Polizei zurück. Dr. Axel Binhack konzipiert und leitet seit über zwölf Jahren die Karatelehrer I Ausbildung von DKV/DDA. Zum Seminarbeginn neben Schreibunterlagen bitte auch lockere Straßenkleidung/ Trainingsanzug/ Hallenschuhe mitbringen.

Referenten: Dr. Axel Binhack, Jürgen Kestner

 



Modul 12

Grundlagen, Marketing, Strategien für ein erfolgreiches Kundenbeziehungsmanagement, Transfer von Best Practices von Unternehmen in das Vereinsmanagement, Markenexellenz im Karateverein, der Verein als Marke, Tools und Methoden des Marketing für die praktische Umsetzung.

Karatevereine geraten zunehmend unter Wettbewerbsdruck. Andere Sportarten, weitere Freizeitaktivitäten und auch Wettbewerber in der eigenen Branche führen zur Notwendigkeit, einen möglichst attraktiven Marktauftritt zu realisieren. Doch wie kann das umgesetzt werden? Wesentliche Herausforderungen sind: Wie können neue Mitglieder gewonnen werden? Wie können bestehende Mitglieder langfristig an den Verein gebunden werden? Wie kann ich meinen Verein im Markt differenzieren? Wie stelle ich meine „Karate-Dienstleistung" als einzigartig heraus?

Im Rahmen dieses Moduls greifen die Referenten diese Herausforderungen auf und stellen die Grundlagen einer marktorientierten Vereinsführung vor. Gemeinsam mit den Teilnehmern werden daran anknüpfend konkrete Konzepte und Strategien zur Optimierung des Vereinsmarketing erarbeitet.

Im Fokus stehen dabei u.a. die Themen:

  • Effektive Instrumente zur Gewinnung und Bindung von Mitgliedern
  • Der Verein als „Marke" – Strategien zur Differenzierung im Wettbewerb
  • Optimierung des Angebotes – Vorsprung durch innovative Leistungen
  • Aktuelle Erkenntnisse des Neuromarketing – Was prägt Entscheidungen von Kunden?
  • Positive „Manipulation" – Die 7 Prinzipien der Beeinflussung
  • Erfolgshebel zur effektiven Gestaltung von Werbemitteln


Um die konkrete Umsetzung zu erleichtern, werden im Seminar Checklisten, Arbeitspläne und weitere Tools ausgegeben und verwendet.
Als Initialzündung für eigene Ideen werden innovative Konzepte aus dem Leistungsspektrum des PSV Essen vorgestellt, daher: Bitte Karate-Gi mitbringen!

Referenten: Prof. Dr. René Peisert, Peter Trapski

 



Modul 13

Geschichte des Budo – Möglichkeiten und Grenzen historischer Erkenntnisse

Buch: Müller: Geschichte der Kampfkünste
Begriffe: Hagekure, Bushido, Bubishi

Wer aktiv Karate-Do betreibt, dem wird auffallen, dass Karate-Do wie auch andere Budo-Künste sich erheblich von anderen" Sportarten" unterscheiden. Es sind die Kleidung, die andere Sprache, die Rituale, die insbesondere dem Laien etwas seltsam vorkommen mögen. In den ersten Jahren des Betreibens dieser wundervollen Budokunst passt man sich an, macht mit, eifert der Meisterin oder dem Meister nach.

Irgendwann, wenn man dann Danträger ist und vielleicht sogar Mitglied der Deutschen Dan-Akademie, stellen sich viele die Frage, wo denn das alles herkommt. Dieses Seminar soll einführend eine Antwort geben. Historisch-geographisch wird die Geschichte des Karate-Do, hier und da auch benachbarter Künste, nachgezeichnet. Es beginnt in Indien, geht über den Himalaja nach China, führt weiter nach Okinawa und schließlich nach Japan. Dabei wird insbesondere deutlich, wie stark das Kendo bzw. das Judo die Entwicklung des Karate-Do beeinflusst haben. Spannend und auch teilweise amüsant ist der Einfluss des preußischen Bildungssystems auf unser Kampfkunst.

Jede Teilnehmerin bzw. jeder Teilnehmer wird in diesem Seminar Spezialist für eine Frage, die sich auf den Weg von Indien nach Japan stellt. Kleine Referate über wichtige Personen oder zentrale Ereignisse sind deshalb vorzubereiten und im Seminar vorzutragen. (Hierzu ist das o.g. Buch im Vorfeld durchzulesen)

Referent: Prof. Dr. Matthias v. Saldern



Modul 14 (auch Forum KL 1) Die Vielfalt der „leeren Hand" im Spiegel des Elements „Leere"

Praxisorientiertes Fortbildungsseminar mit Karatepädagogik für Karatelehrer I und II zu differenzierten Ansätzen von Bewegungskoordination, energetischer Umsetzung und geistigen Konzepten im Karate-Do mit Beispielen aus Shito-Ryu und anderen Stilrichtungen

Ausgehend von einer theoretischen und praktischen Annäherung an das Element „Leere" vor dem Hintergrund der anderen Elemente (siehe Ausbildungskonzept Karatelehrer I, Dr. Axel Binhack) wird die „Leere" gefüllt mit differenzierten Beispielen aus der chinesischen Sichtweise der Elemente (Martin Nienhaus) sowie Feinkoordinationen von biomechanisch und energetisch abgestimmter Karatemotorik (Dr. Petra Schmidt). Zentraler Teil des auf vielfältige Zugänge zur Karatepraxis ausgelegten Seminars ist die Präsentation von anspruchsvollen Inhalten aus dem Shito Ryu Karate durch Shihan Carlos Molina (8. Dan)

Das Karatelehrer II Modul 14 zählt zugleich als Fortbildung und Verlängerung für die Karatelehrer I Lizenz.

Referenten: Dr. Axel Binhack, Shihan Carlos Molina, Martin Nienhaus, Dr. Petra Schmidt



Modul 15
Sturzprophylaxe durch ostasiatische Kampfkunst-Bewegung einmal anders

Sturzprophylaxe sowie Erhalt und Verbesserung von Lern-und Gedächtnisleistung im Alter durch ostasiatische Kampfkunst (Karate)

Sturzprophylaxe und Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit mit Hilfe von Karatetraining ist ein interessanter Ansatz, der vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Als Zielgruppe, welches diese Trainingsintervention nutzt kann, ist die Gruppe der älteren Menschen vorgesehen, welche keinerlei Kampfsporterfahrung hat. Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, inwieweit die bisherigen Erkenntnisse und Verfahren im Training übertragbar für dieses Training sind. Im Rahmen dieses Moduls sollen Schwerpunkte aufgezeigt werden, die ein zielgerichtetes und erfolgreiches Training ermöglichen.

Inhalte des Moduls

  • Neue Forschungserkenntnisse für das Trainieren mit älteren „Nichtkaratekas"
  • Altersspezifisches Trainieren
  • Tests zur Bestimmung der Ausgangsdisposition (z.B. Gleichgewichtsfähigkeit, kognitive Leistungsfähigkeit)
  • Geeignete Hilfsmittel im Training
  • Trainings/Übungsvorschläge (Umfang, Intensität und Zusammenstellung)
  • Aufzeigen von Besonderheiten beim Üben zur Verbessern der kognitiven Leistungsfähigkeit.

 



Modul 16
Trainer - Sensei - Pädagoge

Karatelehrer/Innen im Spannungsfeld unterschiedlicher (Rollen-) Anforderungen
Pädagogische Grundlagen für den Alltag als Karatelehrer/-in

Die Ansprüche an die „Erziehungsleistung" einer Trainerin/eines Trainers sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Gleichzeitig nehmen viele Übungsleiter die Unterstützung der jungen Sportler/-innen durch das Elternhaus als unzureichend wahr. Karate gilt darüber hinaus in pädagogischen und therapeutischen Fachkreisen als „Allzweckwaffe" zur Behandlung von verhaltensoriginellen Kindern und Jugendlichen.

Themen an diesem Tag werden u.a. pädagogische Grundlagen, der pädagogische Sinn von Etikette und Dojoregeln, Störungen in der Trainingsgruppe, Verstärker- und Sanktionssysteme und schwierige Kommunikationssituationen sein. Es wird eine Mischung aus theoretischen Impulsen und praktischen Übungen ( u.a. Erlebnispädagogik und pädagogische Kampfspiele) geben.

Die Teilnehmer/-innen sind zur aktiven Teilnahme eingeladen und aufgefordert. Die Trainings- und Lernsituation baut auf gegenseitigen Respekt bei gleichzeitiger Bereitschaft zu selbstreflexivem Handeln auf.

Referent: Erwin Germscheid - Supervisor (DGSv), Erlebnispädagoge, Leiter Fachstelle Jungenarbeit -Rheinland-Pfalz, Diplom-Mentaltrainer (DGMT), Karatelehrer



Modul 17
Die Energie der Elemente im Karate
Eine Grundlage – zwei Konzepte – vielfältige Anwendungen
für gesundheitsförderliche Bewegung und kämpferische Effektivität

In einer Weiterführung von Inhalten der Karatelehrer I Ausbildung stellen die Referenten verschiedene kampfkunstspezifische Umsetzungsmöglichkeiten der Lehre der fünf Elemente in Theorie und Praxis vor. Auf Grundlage der eurasischen wie auch der speziell chinesischen Konzeption der Elemente werden Übungen und Anwendungen thematisiert, die sowohl einer gesundheitsförderlichen Bewegungspraxis als auch einer Steigerung der kämpferischen Effektivität dienen sollen. Verbindungen zwischen Qi Gong Bewegungen, Katasequenzen und kämpferischen Anwendungen werden aufgezeigt. Energetisch-physiologische, motorische und mentale Aspekte der Fünf Elemente sollen das Repertoire der Karatelehrer/Innen mit neuen Impulsen ergänzen und bereichern.

Referenten: Martin Nienhaus und Dr. Axel Binhack

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Modulbeschreibung - Die Energie der Elemente im Karate

Gesundheitsförderliche Bewegung und kämpferische Effektivität
Eine Grundlage – zwei Konzepte – vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Energiearbeit beginnt mit Bewegung.
Die Muskeln des menschlichen Körpers lassen sich bestimmten Meridianen der traditionellen chinesischen Medizin zuordnen. Diese korrespondieren wiederum mit den Fünf Wandlungsphasen, die auch als Elemente bekannt sind. Jedes Element hat eine typische Bewegungsrichtung und einen speziellen Charakter. Es repräsentiert aber auch bestimmte Themen des Lebens.

Das heißt, sobald eine Bewegung spezielle Muskeln benutzt, kann über diese Bewegung auf der einen Seite der kämpferische Charakter des Elements dargestellt werden, andererseits aber auch nach den Regeln der Energielehre das betreffende Element mit seinen Themen aktiviert und harmonisiert werden.

Nutzt eine Bewegung z. B. überwiegend Muskeln des Erd-Elements, kann deren Wirkung durch den Charakter des Elements in ihrem Ausdruck und ihrer Wirksamkeit im Kampf weiter erhöht werden. Das entspräche hier einer starken Kraft, die absolut zielgerichtet eingesetzt wird. In der sanften Energiearbeit fördert die gleiche Bewegung die innere Ruhe und Gelassenheit. Diese kann z. B. nach einem harten Training zum Cool Down, aber auch bei jeder Form von Unruhe eingesetzt werden.

Die Energie der Elemente im vollen Umfang zu nutzen, heißt mit wenigen Bewegungen eine Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten zu bekommen und den Blick auf das eigene Karate weiter zu öffnen. Der Kampf und die bewegte Energiearbeit gehören zusammen und ergänzen sich perfekt. Der Vergleich verschiedener Elemente-Systeme sorgt für noch mehr Spielraum in den Anwendungen.



Modul 18
Sportmedizin für Karateka leicht gemacht Teil I

Neueste Erkenntnisse zu:

  • Aktuelle Erfahrungen aus dem Spitzen- und Breitensport
  • Therapien (z.B. Tapen)
  • Prävention (z.B. rückengerechtes Training)
  • Reha-Möglichkeiten im Verein (z.B. schonende Übungen für die großen Gelenke)

Für das alltägliche Training lernen wir karatespezifische Belastungen auf den Bewegungsapparat zu verstehen und förderlich entgegen zu wirken. Breiten-sportliche Probleme werden ebenso erfasst wie das prophylaktische Training für Wettkampfsportler. Gut umsetzbare Tipps, Beratungs- sowie Therapievorschläge werden gegeben. Dazu gibt es dann Übungen zur Prävention und Reha sowie auch Tipps zur ersten Hilfe im Notfall. Die einzelnen Gelenke und Verletzungen werden erklärt und besprochen:

  1. Schulter: Anatomie, Verletzungen, Therapie, Prävention
  2. Kniegelenk: Anatomie, Verletzungen, Therapie, Prävention
  3. Sprunggelenk: Anatomie, Verletzungen, Therapie, Prävention
  4. Spezifische Verletzungen wie z.B. Gehirnerschütterung, Stumpfes Bauchtrauma
  5. Vorstellung und Diskussion von vereinsinternen gesundheitlichen Problemen der Teilnehmer bei Wunsch .

Zum Seminarbeginn neben Schreibunterlagen und USB-Stick bitte auch Trainingsanzug/ Hallenschuhe mitbringen. Ein Gi ist nicht erforderlich.

Referenten: Dr. Anna-Maria Fritzsche und Dr. Jürgen Fritzsche



Modul 19
Sportmedizin für Karateka leicht gemacht Teil II

Neueste Erkenntnisse zu:

  • Aktuelle Erfahrungen aus dem Spitzen- und Breitensport
  • Therapien
  • Prävention (z.B. rückengerechtes Training)
  • Reha-Möglichkeiten im Verein (z.B. schonende Übungen für die großen Gelenke)

Für das alltägliche Training lernen wir Belastungen auf den Bewegungsapparat zu verstehen und förderlich entgegen zu wirken. Breiten-sportliche Probleme werden ebenso erfasst wie das prophylaktische Training für Wettkampfsportler. Gut umsetzbare Tipps, Beratungs- sowie Therapievorschläge werden gegeben. Dazu gibt es dann Übungen zur Prävention und Reha sowie auch Tipps zur ersten Hilfe im Notfall. Die einzelnen Gelenke und Verletzungen werden erklärt und besprochen:

  • Wirbelsäule: Anatomie, Verletzungen, Therapie, Prävention
  • Hüfte: Anatomie, Verletzungen, Therapie, Prävention
  • Vorstellung und Diskussion von vereinsinternen gesundheitlichen Problemen der Teilnehmer bei Wunsch .

Zum Seminarbeginn neben Schreibunterlagen und einem USB-Stick bitte auch Trainingsanzug/ Hallenschuhe mitbringen. Ein Gi ist nicht erforderlich.

Referenten: Dr. Anna-Maria Fritzsche und Dr. Jürgen Fritzsche



Modul 20
Tapen für Karateka leicht gemacht

  • Grundkenntnisse des Tapens in Therapie und Prävention erlangen
  • Schnell und effektiv Tapen lernen
  • Aktuelle Erfahrungen aus dem Spitzen- und Breitensport

Im Taping-Workshop lernen Sie gezielt, wie Tapes korrekt und einfach anzulegen sind. Als präventives oder therapeutisches Hilfsmittel zur unterstützenden Behandlung vor und nach Verletzungen. Ob Sprunggelenk, Finger oder Knie, ein gekonnt angelegtes Tape fördert den Genesungsprozess.

Zum Seminarbeginn bitte unbedingt mitbringen:

  • eine Rolle Tape: 3,75 cm
  • eine Rolle Tape: 2,00 cm
  • eine Rolle Kinesiotape

des Weiteren:

  • Schreibunterlagen
  • USB-Stick
  • Trainingsanzug und Hallenschuhe ; ein Gi ist nicht erforderlich

Referenten: Dr. Anna-Maria Fritzsche und Dr. Jürgen Fritzsche